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Polyglots

Ein Polyglot ist eine Datei, die verschiedene Dateitypen hat. <ref name="Polyglots">http://openwall.info/wiki/_media/people/solar/pocorgtfo07.pdf</ref> Das heißt, ein Polyglot wird von zwei verschiedenen Interpretern akzeptiert und die Ausgabe ist u.U. unterschiedlich. Durch die Erzeugung von Polyglots lässt sich zeigen, dass eine Datei keinen eindeutigen Dateityp hat. Die Existenz einer solchen Datei genügt als Beweis. Dadurch lässt sich schließen, dass in diesem Bereich in der Praxis ein Kompromiss gemacht wird. Die potentielle Mehrdeutigkeit von Dateien wird in Kauf genommen, da Abwärtskompatibilität erwünscht ist.

Warum gibt es Polyglots?

Polyglots sind aus der Informatik nicht wegzudenken. Die "historischen Fehler", die beim Design von Dateitypen gemacht wurden, machen das Verhindern von polyglotten Effekten de-facto unmöglich. Theoretisch kann ein Interpreter so realisiert werden, dass dieser nur strikte Dateiformate annimmt. Ein Dateiformat ist strikt, wenn es am offset zero (Dateianfang) eine eindeutige magic number hat. Dieser strikte Interpreter dürfte dann allerdings keine Formate wie z.B. PDF oder ZIP akzeptieren und wäre somit in seinem Nutzen stark eingeschränkt. Ein Beispiel für ein striktes (Bild-)Dateiformat ist PNG.<ref name= "PNG"> https://www.w3.org/TR/PNG/ </ref>

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Eine einfache Möglichkeit ein Polyglot zu erstellen wird im Folgenden erläutert. Eine GIF-Datei benötigt, um als solche erkannt zu werden, am Anfang der Datei die Signatur "GIF". Das Ende der GIF-Datei wird mit "3B" markiert. Alle weiteren Bytes werden einfach ignoriert. Dies ermöglicht das Anhängen einer weiteren Datei, zum Beispiel eine ZIP-Datei. Eine ZIP-Datei benötigt lediglich an einer Stelle in der Nähe vom Dateiende den Marker "PK56", der Hinweis darauf, dass sie eine Datei diesen Typs ist. Nach diesem Marker gibt es einen Verweis auf eine Central Directory, in dem alle Verweise auf Datenblöcke der Datei gelistet sind. Es muss allerdings nicht jedes Byte der Datei gelesen werden. Die Eigenschaften der GIF- und ZIP-Dateien ermöglichen das Konkatenieren zweier solcher Dateien miteinander, ohne dass die Funktionalität der ursprünglichen Dateien beeinträchtigt wird. cat foo.gif bar.zip > foobar

Fazit und Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis

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